Christine Bischoff, Francesca Falk, Sylvia Kafehsy (eds.)

Images of Illegalized Immigration.

Towards a Critical Iconology of Politics

2010, 178 S., kart., zahlr. Abb., 25,80 €
ISBN 978-3-8376-1537-1

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transcript
Verlag für Kommunikation, Kultur und soziale Praxis
Mühlenstraße 47

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Sandra Staudacher

Wenn kein Asyl, was dann? Eine Ethnografie chancenloser Asylsuchender.

Masterarbeit, Ethnologisches Seminar der Universität Basel, 2011

Kontakt für Interessierte: Sandra.Staudacher@stud.unibas.ch

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Francesca Falk

Eine gestische Geschichte der Grenze.

Wie der Liberalismus an der Grenze an seine Grenzen kommt

Edition Fink. 2011.

Weshalb Grenzen als gegeben betrachtet werden und liberale Gesellschaften wie selbstverständlich eines der wichtigsten Grundrechte, die Bewegungsfreiheit der Menschen, einschränken,  untersucht hier Francesca Falk. Sie zeigt, wie Grenzen und Grenzpolitik entstehen und evident gemacht werden und wie sich die Legitimierung des Liberalismus von Beginn an auf das Konstrukt eines leeren Landes stützte, welches schon damals nicht existierte.  Das Thema der Grenz- und Migrationspolitik wird in einem Rückgriff auf die Bildlichkeit der politischen Theorie mit und gegen Michel Foucault, John Locke und Thomas Hobbes diskutiert. Was wird in Bezug auf Grenzen jeweils sichtbar gemacht, was nicht – und weshalb? Auf diese Weise gelingt es, Grenzen in ihrer geschichtlichen Veränderlichkeit und ihrer Kontingenz darzustellen. Die Autorin ist überzeugt, dass unsere Gesellschaft neue Denkansätze braucht, um nicht im Strudel verschärfter Ausländergesetze liberale Werte weitgehend aufzugeben.

Francesca Falk studierte Geschichte und Politische Theorie in Basel, Freiburg im Breisgau, Genf und Zürich. Sie promovierte im Rahmen des Nationalen Forschungsschwerpunktes eikones an der Universität Basel. 2007 war Francesca Falk als visiting scholar an der UC Berkeley und 2008 am Istituto Svizzero in Venedig. Seit 2009 arbeitet sie an einem SNF-Habilitationsprojekt zu einer visuellen Kulturgeschichte der Demonstration und ist Lehrbeauftragte an der Universität Basel.  Interessensschwerpunkte: Europäische Geschichte der Neuzeit und ihr globaler Kontext, Illegalisierung der Immigration, Geschichte der Demonstration, Geschichte des Antisemitismus und der Homophobie, Bild und Geschichte, Denkbilder des Politischen, Postkolonialismus

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